Fahreignungsseminar zum Punkteabbau (FES)

Das Fahreignungsseminar (FES) ersetzt im Rahmen des neuen Fahreignungs-Bewertungssystems das bisherige Aufbauseminar für punkteauffällige Kraftfahrer (ASP) und die verkehrspsychologische Beratung.

Für wen eignet sich das Fahreignungsseminar?

Das Fahreignungsseminar ist eine freiwillige Maßnahme. Im Fahreignungsseminar werden mehrfach verkehrsauffällige Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer dabei unterstützt, ihr Fahrverhalten positiv zu verändern und sich im Straßenverkehr regelkonform zu verhalten. Wer einen Punktestand zwischen 1 bis 5 Punkten vorweist, kann im Rahmen des Fahreignungsseminars 1 Punkt abbauen. Dies gilt allerdings nur innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren. Wer sich auf der Stufe „Verwarnung“ befindet, also 6 bis 7 Punkte vorweist, kann beim Fahreignungsseminar keinen Punkt abbauen.

Welche Inhalte erwarten Teilnehmer des Fahreignungsseminars?

Das Fahreignungsseminar besteht aus zwei Teilmaßnahmen, die aufeinander abgestimmt sind:

  • Eine verkehrspädagogische Teilmaßnahme
  • Eine verkehrspsychologische Teilmaßnahme

Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme

Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme beinhaltet zwei Module zu je 90 Minuten und wird von speziell geschulten Fahrlehrern durchgeführt. Diese Teilmaßnahme kann entweder als Einzelmaßnahme durchgeführt werden oder in einer Gruppe mit bis zu sechs Teilnehmern.

Die Inhalte der verkehrspädagogischen Teilmaßnahme werden individuell auf die begangenen Verstöße der Teilnehmer zugeschnitten. Folgende Beispielinhalte können den Teilnehmern begegnen:

  • Verkehrsregeln und deren Sinn
  • Risikoinformationen bei Überschreitung der Regeln
  • Verbesserung des Gefahrenbewusstseins
  • Verhaltensalternativen

Die verkehrspsychologische Teilmaßnahme

Die verkehrspsychologische Teilmaßnahme umfasst zwei Sitzungen zu je 75 Minuten. Durchgeführt wird diese Teilmaßnahme von besonders geschulten Verkehrspsychologen und wird ausschließlich als Einzelmaßnahme angeboten.

In Zusammenarbeit mit dem Verkehrspsychologen erarbeiten die Teilnehmer individuelle Strategien zur Veränderung von riskantem Fahrverhalten. Diese werden ebenfalls im alltäglichen Straßenverkehr erprobt. Die daraus resultierenden Erfahrungen werden danach mit dem Verkehrspsychologen besprochen.